Pionierlösungen

Mineralisierung

Umwandlung von Kohlenstoff in ein Mineral, das dauerhaft gespeichert werden kann

Dauerhaftes Entfernen von Kohlenstoff

3 % des Fonds ausgegeben

Wenn Kohlendioxid mit bestimmten Gesteinsarten in Berührung kommt, wird CO₂ durch chemische Reaktionen in ein festes Mineral umgewandelt. Das CO₂ wird eingeschlossen, wodurch es dauerhaft aus der Atmosphäre entfernt wird.

Dieser faszinierende Vorgang findet auf ganz natürlichem Wege statt. Natürliche Gesteinsverwitterung gibt es schon immer. Dadurch werden jedes Jahr etwa eine Milliarde Tonnen Kohlenstoff aus der Atmosphäre entfernt. Doch Wissenschaftler untersuchen derzeit, wie man diesen Prozess beschleunigen und skalieren kann, um die Menge von CO₂ zu maximieren, die wir auf diese Weise dauerhaft lagern können. Dieser Prozess ist unter vielen Namen bekannt, wie z. B. Enhanced Rock Weathering (beschleunigte Gesteinsverwitterung) und CO₂-Mineralisierung – und es ist ein spannendes neues Forschungsgebiet. Mehrere Methoden sind denkbar: Es ist möglich, CO₂ in Gestein tief unter der Erde einzuspeisen (so wie Climeworks es mit dem aufgenommenen Kohlenstoff macht), oder man kann die Erdoberfläche benutzen.

Ein Gestein, das Kohlenstoff besonders gut aufnimmt, ist Olivin, ein grünliches Mineral mit einem hohen Anteil an Magnesium und Eisen. Wenn es zu Gesteinsstaub zermahlen wird, kann man es über Land oder Wasser streuen, so dass es mit viel CO₂ in Kontakt kommt und es aufnimmt. Je feiner das Gestein ist, desto mehr Fläche steht dem CO₂ zur Verfügung. Doch leider ist die Herstellung in den meisten Fällen auch mit höheren Kosten und einem größeren Energieaufwand verbunden. Im Moment wird für den Prozess der Veredelung von Olivin so viel Energie benötigt, dass dadurch bis zu 80 % der positiven Effekte wieder zunichte gemacht werden. Aber wenn man es richtig und in großem Umfang macht, könnte man damit jedes Jahr schätzungsweise zwei Milliarden Tonnen von CO₂ aufnehmen.Fußnote 1

Ein vielversprechender Weg zur Mineralisierung ist die Bergbauindustrie. Zerkleinerte Bergbauabfälle, sogenannte Tailings, könnten eine effektive Methode sein, um CO₂ zu lagern und diese Industrie zu dekarbonisieren. Man könnte die CO₂-Emissionen aus dem Bergbau aufnehmen und sie dann direkt vor Ort auf den Rückständen der Mine zur dauerhaften Lagerung verteilen.

Zerkleinerte Bergbauabfälle sind vielleicht ein effektiver Weg, um CO₂ zu lagern

Überall auf der Welt liegen riesige Mengen von Bergbauabfällen brach. Einige von ihnen werden derzeit getestet. Wenn diese Tests zeigen, dass Potenzial für das Direct Air Capture-Verfahren vorhanden ist, wäre dies eine riesige Chance für die Entfernung von Kohlenstoff, die Unternehmer und Bergbaufirmen nutzen könnten.

Ein Großteil dieser Forschungsarbeiten wurde allerdings in Labors durchgeführt, mit sehr wenigen Praxistests. Es gibt noch keine konkreten Pläne für diese Branche, und es sind noch viele Fragen in Bezug auf die Kosten, die Skalierbarkeit und die möglichen Auswirkungen offen. Wir haben noch keine Investitionsmöglichkeiten in diesem Bereich gefunden, aber wir werden diesen vielversprechenden Sektor auf jeden Fall im Blick behalten und haben 3 % unseres Fonds dafür reserviert. Wir hoffen, an dieser Stelle bald Updates dazu geben zu können.